„Ich verstehe dich echt nicht!“ diskutiert Muttern mit sich selbst, während sie den 20 Kilo schweren Gleitschirm auf den Berg schleppt. „Du wolltest fliegen lernen und hast dir diesen Grundkurs gewünscht! Oder?“
„Hey Mama!“ schreit Teenie in Mutterns Ohr „Das schreib ich in mein Tagebuch, dass du mit uns auf die Street Parade gehst!“ - „Was?“ brüllt Muttern, während sie zu den dumpfen Basstönen hüpft.
„Liebe Muttern, zu unserem Jubiläum wären mir bessere Nachrichten lieber gewesen. Zweihundert Kolumnen haben wir geschrieben- ich habe wöchentlich an dich gedacht und du bist lebendig geworden- wir gehören zusammen! Ein Grund zu Freude, denn welche Lebensgemeinschaft kommt so reibungslos über Jahre hinweg aus? Um so mehr schmerzt es mich, dir heute zu schreiben:
„Es gibt nichts zu tun, außer zu genießen. Ich sitze hier an einer verträumten, italienischen Piazza, schlürfe genüsslich meinen Cappuccino und lasse mich vom warmen Sommerwind streicheln. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich richtig Urlaub!
„Jetzt ist Ende!“ Muttern ist wütend und schaltet ihrem Sohn die Playstation aus. „Ab jetzt erwarte ich, dass du dir für jeden Mord und jeden aggressiven Übergriff in diesem Killerspiel eine Sex-Szene in einem Liebesfilm ansiehst!“ –
...oder es war einmal eine Broschüre
Vor Kurzem erhielt ich eine eMail von der Lobby für Menschenrechte mit einem "merkwürdigen" Ratgeber der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. Ich begann darin zu lesen und mir wurde schlagartig übel.
Wenn eine Frau weiß, was sie will, wenn sie sich durchsetzt, Karriere macht, es schafft, einen Mann vom Thron zu stürzen und obendrein noch sehr attraktiv ist, dann kann das ja nicht mit rechten Dingen zugehen! So denken viele Männer. Sie versuchen sofort krampfhaft, den „frischen Wind“ aus den Segeln zu nehmen und starten die verbale Regatta.
Gabriele Pauli hat mittlerweile viele Spitznamen und muss sich einiges gefallen lassen.
„Du verstehst mich nicht, Mama!“ Mit einem gewaltigen Schlag fällt die Tür ins Schloss, der Schlüssel wird gedreht und ein markerschütterndes Schluchzen ertönt.
„Das ist ein Freibrief für Pädokriminelle, den die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung hier ausstellt! Zu verantworten von Ulla Schmidt und dem Familienministerium, bezahlt von unseren Steuern!“ schimpft Muttern beim Elternabend. „Haben Sie sich den "Ratgeber zur kindlichen Sexualerziehung vom 1. bis zum 3. Lebensjahr" gelesen?
Wütend haut Muttern die Tür zu. "Sie bewohnen mit drei Kindern eine Vier-Raum-Wohnung.", äfft sie zornig nach. „O-Ton des Finanzbeamten den ich zur Ortsbesichtigung eingeladen habe. Toll! Seit Wochen kämpfe ich mit dem Finanzamt, die mir die Absetzbarkeit meines Arbeitsplatzes streichen wollen.